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Moving Electronics
Electronic Street Music


mit dem Elektronik-Duo „Weltklang“
Richard Aicher & Andreas Merz.
special Guest Dieter Döpfer

 

Donnerstag, 5.12.2002

20:00 Uhr 
Moving Electronics in the Sub
Ort: U-Bahn-Station Max Weber Platz - München
Im Untergeschoss vor der Oldtimer-Trambahn
(Abgang Max-Weberplatz / Stadtsparkasse)

20:15 Uhr
Klangwanderung (Electronic Street Music)
von der U-Bahn-Station zur nahegelegenen T-U-B-E

20:30 Uhr
Moving Electronics in the T-U-B-E
Ort: T.U.B.E - München - Einsteinstrasse 42
Wegbeschreibung zur  T-U-B-E: so gehts hin

Eintritt frei!

Veranstaltet vom Kulturreferat München


 more about T.U.B.E

Künstler:

Richard Aicher & Andreas Merz, spezial Guest: Dieter Döpfer
Equipment: DJ-Systems, Vaio C1 Lap, Ipod, Kaoss Pad, Analogue A100 Dieter Doepfer Modular System, Noize Runners & Robots - 12 Channel Sound System

Ablauf:

Der Weltklang Event am 5. Dezember in der T.U.B.E beginnt um 20 Uhr mit einem stationären Moving Klangereignis in der U-Bahn Station Max Weberplatz.  
MVV: Max-Weber-Platz
U-Bahn: U 4, U 5
Tram: Linien 15, 18, 19, 25; Nachtlinie N17
Bus: 91, 191, 192,


Wer von oben kommt, bitte Abgang Max-Weberplatz bei der Sparkasse benutzen. 

Das Underground Moving Electronics Event findet direkt vor und um die dort ausgestellte Oldtimer Trambahn statt.

Der Raum wird gefüllt mit bewegten Klangcollagen, die sich mit dem Wiederhall im Bereich der U-Bahnstation und den Umgebungsgeräuschen zu einem Gesamtklanggebilde verschmelzen.

Anschließend die Klangwanderung zur T.U.B.E. (Dauer ca. 5-10 Minuten)

Um ca. 20:30 erreicht die Prozession der Technokraten die T.U.B.E und trifft dort auf  stationäre Klangkollagen, die das dort installierte HAL (Historic Analog Lab), ein riesiges Analog-Synthesizer-System, bedient vom Erbauer Dieter Döpfer.

Die „Elektronik Mutanten“ Richard Aicher und Andreas Merz umkreisen jetzt mit ihrer Moving Electronic das HAL wie digitale Sputniks den analogen Planeten. Ferngesteuerte motorisierte Klangquellen (Noizerunner), die von Richard Aicher und Andreas Merz getragenen Amp-Backpacks und das HAL, produzieren ein sich ständig bewegendes, pulsierendes Industrial Sound-Arrangement, das aus 12 Lautsprechern die T.U.B.E erfüllt.


zu Weltklang und Electronic Street Music:

Die beiden Elektronauten Richard Aicher und Andreas Merz, zusammen "Weltklang", produzieren seit vielen Jahren konsequent und unablässig an ihren überaus eigenwilligen Klanggebilden und immer revolutionären Ideen im Bereich Elektronischer Musik.
Einhergehend mit der Verkleinerung der Gerätschaften entwickelte Weltklang konsequent eine Idee weiter, genannt "Moving Electronics". Gemeinsam mit dem Publikum wandern die beiden Künstler in so genannten. „Klangwanderungen“  entlang einer bestimmten Wegstrecke, oder bei "Moving Events", innerhalb des Publikums und des öffentlichen Raumes. Die Klanggebilde entstehen in speziell modifizierten, mobilen und mitgetragenen Klangerzeugern und Laptops und werden über am Körper montierte Ghettoblaster wiedergegeben: „Die Rattenfänger von Hameln des 22ten Jahrhunderts!“.
Die Events spielen sich meist unangekündig direkt auf Strassen, in Parks und Fussgängerzonen ab. Weltklang nennt diese völlig neue Art der Präsentation Elektronischer Musik „Electronic Street Music“. Mit herkömmlicher Elektronischer Musik hat Weltklang Electronic Street Music nichts mehr gemein. Zentraler Aspekt sind bei Weltklang die Auflösung aller traditionellen Formen. Sowohl musikalisch wie formal. Bühne und Zuschauerraum haben ihre Bedeutung verloren. Die Musiker agieren inmitten des des Publikums. Die Zuhörer können sich innerhalb der Klänge nach Belieben frei bewegen und damit selbst bestimmen, welchen Mix des Gesamtsound sie gerade hören, werden so mit zum Arrangeur, im Wechselspiel mit den Künstlern, die die Lautsprecher am Körper tragen und wiederum innerhalb des Publikums bewegen. Die „Musik“ selbst kennt keine Grenzen, sowohl stilistisch wie tonal ist alles erlaubt und wird alles genutzt. Sphärische Passagen im Wechsel mit atonalen Klangkomplexen, harte Techno-Beats, perkussive Soundgewitter, fließende Ruhezonen, Strassenatmosphären, Chill-Out.

Wie Moving Electronics genau klingen wird, kann niemand im voraus wissen. Jede Aufführung unterscheidet sich von der anderen, hängt von den nicht durch die Künstler bestimmbaren, aber immer in die Komposition mit einbezogenen Umgebungsgeräuschen und akustischen Verhältnissen des gerade durchwanderten Raums oder Gebietes ab.  Die Künstler entscheiden von Fall zu Fall beim Konzert, wo sie beginnen, enden, wohin sie sich bewegen. Genau wie die Künstler, kann jeder Zuhörer  überdies  seine Position im Raumklang Gebilde ständig verändern, sich nähern, wieder entfernen, bestimmte Schallquellen der 26 Kanäle bevorzugen oder ablehen, schafft sich also damit sein ganz persönliches eigenes ästethisches Klangerlebnis. Klangerzeugender Künstler und positionsbestimmender Rezipient stehen in einer fliessenden, sprunghaften Wechselbeziehung. Ursprung und Wirkung verschmelzen zu einer Einheit. 

Natürlich gibt es eine kompositorische Basis, eine Art auskomponierte Makroform mit unterschiedlichen Freiheitsgraden, die in Abhängigkeit der jeweils eintretenden Umgebungsklänge und dynamischen Klangwechselbeziehung  von den beiden Künstlern genutzt werden.
Nach 20 Jahren gemeinschaftlichen Experimentierens, weiss jeder der beiden Elektronauten genau, was der andere gerade macht, auch wenn er sich gerade in nicht hörbarer Entfernung befindet . Moving Electronics ist eine Live Prozesss Komposition, bei der aus transformierten Klangsignalen tatsächlich so etwas wie eine Universalsprache hervorgebracht wird, nämlich„Weltklang“.

Weltklang Geschichte
Seit über 20 Jahren produzieren die beiden Elektronauten Richard Aicher und Andreas Merz, zusammen „Weltklang“. Weltklang ist großgeworden mit Gruppen wie Kraftwerk, Tangerine Dream, Klaus Schulze... Doch im Gegensatz zu diesen entlockte Weltklang seinen tonnenschweren Analog- und später Digital-elektronikburgen nicht brave Songs oder bombastisches Elektronik-Getöse, sondern immer harte und rauhe, beat- und klangsorientierte Klang- und Beatgebilde, die Vorläufer dessen,  was heute Industrial und experimenteller Techno genannt wird.  Weltklang konzertierte in Kirchen, Kinos, Gewächshäusern, spielte für Computerfirmen wie Apple, Commodore, NEC und Sinclair, auf Synthesizermusikfestivals Presse-Events und in München u.a. im Arrikino, Palmenhaus, vielen Kirchen und in München u.a. zur Eröffnung des Kulturtempels am Gasteig.